Psychosomatische Erkrankungen behandeln

Erfahrungswerte und aktuelle Rahmenbedingungen :

Im klinischen Sprachgebrauch handelt es sich bei der Psychosomatik um die Krankheitslehre von der Wechselwirkung von Körper und Seele.

Die erfolgreiche Behandlung einer psychosomatischen Erkrankung erfordert anfangs häufig umfangreiche, organmedizinische Differentialdiagnostik, mit einer sich möglichst zeitnah anschließenden, intensiven, meist nicht unter 8 – wöchigen, stationären Behandlung, vermittelt durch multiprofessionell arbeitende Teams.

Anschließend ist dann erfahrungsgemäß eine ambulante, tiefenpsychologisch fundierte, Psychotherapie erforderlich.

Dies ist erfahrungsgemäß der kürzeste und für Kostenträger der preisgünstigste Weg, zur entscheidenden Besserung.

Behandlungen die von diesem Schema abweichen und vor allem in den ersten 2/3tel der Therapie auf den Einsatz von geeigneten Antidepressiva verzichten, benötigen einen psychoanalytischen Rahmen, wenn sie gelingen sollen.

Kontraindiziert ist natürlich die Gabe von Benzodiazepinen (auch solcher der Z- Klasse), von Opiaten, Morphinen, Alkohol, Cannabinoiden (auch von ärztlich verordneten) und von Ritalin & co.

Die Verzögerung der Behandlung der meisten psychischen und neurologischen Erkrankungen, insbesondere von psychosomatischen bzw. somatoformen Erkrankungen führt

1. zur Chronifizierung

Bei den Erkrankten verfestigt sich durch Hinauszögern ein rein auf den Körper bezogenes, vorstellungsbedingtes Krankheitskonzept, das die Organmedizin erheblich und überflüssig belastet.

2. sehr häufig zu psychisch bedingten chronischen Schmerzsyndromen

3. zu kontraproduktiven Selbstbehandlungsversuchen

4. zu erheblich mehr organmedizinischem Aufwand   

Umfangreiche organmedizinische Diagnostik wird dann redundant den psychosomatisch Erkrankten zu teil, weil sie sich häufig als Notfälle in Krankenhäusern vorstellen. 

Weil die Psyche nachts instabiler ist, geschieht dies nicht selten nachts.

Die dann erforderliche Ausschlußdiagnostik ist zwangsläufig umfangreicher, als die Diagnostik für organmedizinisch Erkrankte.

Die so abgerufenen Leistungen können dann nicht mehr an den organmedizinisch Erkrankten erbracht werden.

Erfolgreiches Handeln, beginnt mit einem Blick über den Tellerand hinaus.

Gesundheit kommt nicht von alleine.